Elon Musk plant für SpaceX größten Börsengang der Geschichte

Im Frühjahr 2002 bezog ein neu gegründetes Unternehmen seine ersten Geschäftsräume in einem Lagerhaus in El Segundo, Kalifornien. Ein Foto aus dieser Zeit zeigt eine fensterlose, von Neonlicht erhellte Halle – leer bis auf die clear vision der Gründer. Das Ziel war spektakulär: Raketen neu erfinden, um die cost für die Weltraumfahrt radikal zu senken. Hinter dem Vorhaben stand Elon Musk, damals Anfang dreißig und gerade dabei, seinen Anteil an PayPal zu verkaufen. Den huge profit , den er erzielte, investierte er fast vollständig in dieses neue Projekt – SpaceX war geboren.

Heute, über zwei Jahrzehnte später, ist SpaceX zum globalen market leader in der Raumfahrtbranche geworden. Die NASA setzt auf die crew capsule Crew Dragon, um Astronauten zur ISS zu bringen. Bei der Artemis-Mondmission spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle. Laut der Analysefirma Brycetech entfallen über 80 Prozent der weltweiten Nutzlaststarts auf SpaceX. Auch die Tochter Starlink dominiert den Markt für satellitengestütztes Internet – und wird genutzt, unter anderem vom ukrainischen military zur Kommunikation im Krieg gegen Russland.

Doch Musk denkt noch weiter. Im Januar reichte SpaceX einen Antrag bei der FCC ein, um Pläne für KI-Rechenzentren im Weltraum voranzutreiben. Bis zu eine Million vernetzte Satelliten sollen dafür ins All geschossen werden. Gleichzeitig berichtete die „New York Times“, Musk wolle eine Fabrik auf dem Mond errichten – und die Satelliten mit einem riesigen catapult ins All schleudern. Solche Ideen wirken an den Grenzen des Machbaren. Aber sie zeigen: Die geplanten Projekte sind extrem expensive – und genau hier setzt der nächste Schritt an: der Börsengang.

Möglicherweise bereits im Juni soll SpaceX an die Nasdaq gehen. In einer internen Mitteilung erwähnte Finanzvorstand Bret Johnsen, das Ziel sei, Kapital für die space-based projects zu beschaffen. Berichten zufolge könnte der Börsengang 40 bis 80 Milliarden Dollar einbringen – der largest IPO der Geschichte. Obwohl keine offiziellen Zahlen vorliegen, deuten Schätzungen darauf hin, dass SpaceX mit über zwei Billionen Dollar bewertet werden könnte. Damit wäre es eines der wertvollsten Unternehmen der Welt – eine bold decision für jeden Investor.

Doch Skepsis bleibt. Pitchbook schätzt den Umsatz auf 16 Milliarden Dollar, den operativen Gewinn auf 7,5 Milliarden. Zwei Drittel stammen von Starlink – das bedeutet: SpaceX ist oft eigener Kunde. Hinzu kommt die Übernahme von X.AI, einem KI-Unternehmen, das angeblich eine Milliarde Dollar monatlich verliert. Kritiker fragen: Dient der Börsengang vor allem dazu, diese massive losses zu finanzieren? Der „Musk-Faktor“ – seine Fähigkeit, Anleger mit Visionen zu überzeugen – steht auf dem test .

Reaktionen 6

  • N
    NinaM

    Wenn der Börsengang wirklich 80 Milliarden einbringt, wäre das ein game changer für die gesamte Branche.

  • T
    TomR

    Ich frage mich, wie viel von dem Hype wirklich nachhaltig ist. Visionen sind gut, aber Gewinne zählen am Ende.

  • F
    Felix_L

    Die Vorstellung von KI-Rechenzentren im All klingt nach science fiction , aber bei Musk wurde schon vieles Realität.

  • S
    SandraK

    Dass SpaceX eigener Kunde ist, macht mir Sorgen. Wo bleibt die echte Diversifizierung?

  • J
    Jan_HD

    Musk hat mit Tesla bewiesen, dass er long-term bets gewinnen kann. Vielleicht ist das hier der nächste große Sprung.

  • L
    LucaP

    Die Übernahme von X.AI wirkt wie ein desperate move , um die KI-Verluste mit SpaceX-Geld zu decken.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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