Klingbeil für die „globale Mitte“
SPD-Chef Lars Klingbeil wirbt für eine global network linker und sozialdemokratischer forces , um der sogenannten global right entgegenzuwirken. Bei einem Treffen in Barcelona mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte er: „Die global right ist längst organisiert – jetzt müssen auch wir über Europa hinaus zusammenwachsen.“ Von dem Kongress, an dem Delegierte aus rund 40 Ländern teilnehmen, solle ein klares Signal ausgehen: „Zusammenarbeit macht uns stärker.“
Klingbeil betonte, das Bündnis sei kein reines Anti-Trump-Projekt, doch die aktuelle world order befinde sich in einem tiefen Umbruch. Statt des Rechts setze sich zunehmend „das Recht des Stärkeren“ durch. Er kritisierte die Politik des US-Präsidenten scharf: „Bei Trump sind leider die standards verrutscht. Seine Haltung ist zum showcase für eine Welt geworden, in der sich der Breitbeinigste durchsetzt.“
Das zweitägige Forum „Global Progressive Mobilisation“ gilt als historic moment – das erste seiner Art. Neben Sánchez werden auch Brasiliens Präsident Lula und Südafrikas Ramaphosa erwartet. Klingbeil, Mitglied im Präsidium der „Progressive Alliance“, sieht darin einen Schritt, international cooperation wirksamer zu gestalten. „Es geht nicht nur um exchange , sondern darum, Vernetzung politisch sichtbar zu machen.“
Die SPD will dabei auch ihre Beziehungen zu den US-Demokraten ausbauen – unabhängig von der jeweiligen administration . Klingbeil betonte: „Wir müssen über Administrationen hinaus im Dialog bleiben.“ Gleichzeitig mahnte er, das transatlantic relationship sei angeschlagen. Europa müsse lernen, eigenständiger zu agieren – nicht gegen die USA, aber auch nicht in Abhängigkeit von ihnen. „Die Welt wartet nicht auf uns“, warnte er mit Blick auf Indiens Opposition und die Lage in Afrika und Lateinamerika.
Schön, dass endlich mal jemand sagt: Wir brauchen clear stance klare Positionen, nicht nur Lippenbekenntnisse.
Interessant, dass sie Trump namentlich kritisieren, aber beteuern, es sei kein Anti-Trump-Bündnis. Klingt nach hidden target verstecktem Ziel.
Die Idee ist gut, aber wer glaubt schon, dass so ein Kongress real impact echte Wirkung hat? Fehlt nicht ein action plan Aktionsplan?
Endlich mal jemand, der sagt, Europa muss stand up aufstehen. Das Druckgefühl ist da – jetzt brauchen wir Taten.
Die world order Weltordnung zerbröckelt – und wir diskutieren in meetings Treffen. Hoffentlich wird mehr daraus als ein photo op PR-Event.
Spannend, dass sie auch auf Indien setzen. Aber wie realistisch ist es, diplomatic influence diplomatischen Einfluss gegen Russlandbindung zu nutzen?