Historisches Treffen: USA vermitteln erste direkte Verhandlungen zwischen Israel und Libanon seit 30 Jahren

In Washington, D.C. haben Israel und der Libanon erstmals seit über drei Jahrzehnten direkte Verhandlungen geführt – ein historical milestone , den die USA als Beginn eines möglichen Friedensprozesses werten. US-Außenminister Marco Rubio sprach von einer historic chance zur Aussöhnung und nannte die zweistündigen Gespräche "konstruktiv". Beide Seiten einigten sich darauf, die direct talks zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen, unterstützt durch die USA als Vermittler.

Die libanesische Regierung wollte vor allem eine Waffenruhe erreichen, doch Israel lehnte dies vorerst ab und forderte stattdessen die disarmament der vom Iran unterstützten Hisbollah, die nicht an den Gesprächen teilnahm. Die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad betonte gegenüber Reuters, sie habe eine Feuerpause, die Rückkehr Vertriebener und humanitarian relief gefordert. Ihr israelischer Kollege Yechiel Leiter zeigte sich zuversichtlich, dass die libanesische Regierung sich nicht länger von der Miliz occupied lasse.

Trotz der Hoffnung bleibt die Lage angespannt: Israel hält seit März Teile des Südlibanon militärisch besetzt. Hohe israelische Beamte, darunter Finanzminister Bezalel Smotrich, sprechen offen von einer möglichen annexation bis zum Litani-Fluss. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, beide Seiten nutzten den Konflikt als excuse – Israel die Raketenangriffe der Hisbollah, die Hisbollah die israelische Besatzung –, um eigene Ziele durchzusetzen. Der Libanon, so Guterres, dürfe nicht länger collateral damage sein.

Die Hisbollah lehnt die Gespräche ab und verlangt, dass eine Waffenruhe im Libanon nicht losgelöst von den iranisch-amerikanischen Verhandlungen behandelt wird. Nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes starben bei jüngsten israelischen Angriffen allein an einem Tag 254 Menschen. Insgesamt wurden seit Beginn der Kämpfe über 2.000 Tote und 1,2 Millionen displaced people gemeldet. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk nannte die Lage simply horrific .

Reaktionen 6

  • F
    friedenssignal

    Endlich ein kleiner Schritt weg vom ständigen Gewaltkreislauf. Aber ohne die Hisbollah am Tisch wird jeder peace deal brüchig bleiben.

  • B
    beiruterin

    In Beirut spürt man die tension in jedem Stadtteil. Die Leute wollen keine diplomatic process , sie wollen einfach sicher leben können.

  • R
    realpolitik

    Die USA reden von constructive dialogue , aber Israel baut weiter an military control . Wo bleibt die consistency ?

  • G
    globetrotter

    Interessant, wie regional stability oft von externen mediators abhängt. Aber die root causes des Konflikts werden kaum angerührt.

  • Z
    zweifler

    Ein two-hour meeting und schon sprechen alle von lasting peace ? Das ist mehr PR als real progress .

  • I
    infojunkie

    Die Zahl der civilian casualties ist erschütternd. Warum wird das in den international coverage so wenig thematisiert?

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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