Geldstrafe gezahlt – und direkt nach China: Wie ein Tanker der „Schattenflotte“ zur Arbeit zurückkehrte
Der Tanker Deyna wurde im März 2026 von der französischen Marine im Mittelmeer gestoppt – doch statt ihn dauerhaft zu blockieren, verhängte ein Gericht lediglich eine Geldstrafe. Wenige Wochen später segelte das Schiff unter russischer Kontrolle weiter, diesmal mit Kurs auf China. Damit kehrt ein weiteres Mitglied der sogenannten shadow fleet unbehelligt in den Handel zurück, nachdem es Sanktionen und Identitätswechsel genutzt hatte, um Öl aus Russland zu transportieren.
Seit 2020 wechselte die vessel bereits 13-mal die Flagge, allein acht Mal in den letzten 13 Monaten – von Griechenland über Vanuatu bis hin zu Mosambik. Diese tactic dient dazu, Sanktionen zu umgehen. Die USA hatten das Schiff bereits im Januar 2025 auf ihre Liste gesetzt, kurze Zeit später folgten EU, Großbritannien, die Schweiz, Kanada und die Ukraine. Auch der commercial manager , das in Hongkong ansässige Unternehmen Sino Ship Management, steht unter Sanktionen.
Die Freilassung der Deyna folgt einem wachsenden pattern europäischer Marineoperationen: Schiffe werden angehalten, Eigentümer zahlen eine ungenannte Summe – und die Tanker fahren weiter. Frankreich hatte im Februar bereits den Tanker Grinch nach Zahlung von mehreren Millionen Euro laufen lassen. Die penalty für die Deyna bleibt geheim, was die deterrent effect in Frage stellt. Ohne Transparenz wirkt die Strafe eher wie ein Kalkulationsrisiko – kein echtes Hindernis.
Kritiker warnen: Solange die EU keine öffentliche Mindeststrafe festlegt und keine Mechanismen zur confiscation von Ladungen einführt, wird dieses loophole weiter genutzt. Der pressure auf die Politik wächst, klare Regeln durchzusetzen – nicht nur symbolisch. Denn jedes freigelassene Schiff sendet ein Signal: zahlen reicht, um weiterzufahren.
Wenn die Strafe Teil der operating cost Betriebskosten ist, dann ist das kein Risiko – das ist Business as usual.
Interessant, wie oft die Flagge gewechselt wurde – das ist kein oversight Überwachungsproblem, das ist ein politisches Versagen.
Macron nennt es war profiteer Kriegsprofiteur, aber behandelt es wie einen Parkverstoß. Wo ist da der consistency Zusammenhang?
Und das Öl? Wer kauft es in China? Das wird niemals öffentlich. Alles nur theater Theater vor laufenden Kameras.
Das public trust öffentliches Vertrauen in diese Sanktionspolitik sinkt. Wenn keiner ernst genommen wird, warum sollten sie es ändern?
Die Royal Navy verfolgt zwei Schiffe gleichzeitig – und wir diskutieren über eine versteckte fine Geldstrafe. Prioritäten, Leute.