USA planen neuen Militärausbau in Grönland – Verhandlungen mit Dänemark laufen

Die USA planen einen massiven new expansion ihrer Militärpräsenz in Grönland – und verhandeln derzeit mit Dänemark über den Zugang zu drei zusätzlichen Standorten auf der Insel. Laut der report der „New York Times“ zielt das Vorhaben darauf ab, die strategische Reichweite der US-Streitkräfte im Arktisraum deutlich zu erhöhen, wo sich die geopolitische Spannung in den letzten Jahren verschärft hat.

US-General Gregory M. Guillot, Chef des Nordkommandos, bestätigte die plans vor dem Kongress und begründete sie mit der „wachsenden Bedrohung und strategischen Bedeutung Grönlands“. Die USA wollen demnach mehr Häfen und Flughäfen entwickeln, um dem Verteidigungsministerium und dem Präsidenten zusätzliche options zu geben. Bisher ist die Pituffik Space Base der einzige aktive US-Stützpunkt – eine Anlage, die Raketenstarts und space activities überwacht.

Besonderes Augenmerk gilt nun den ehemaligen Basen in Narsarsuaq im Süden und Kangerlussuaq im Südwesten. Beide verfügen über lange Start- und Landebahnen und waren bereits im Zweiten Weltkrieg und Kalten Krieg von den USA genutzt worden. Heute dienen sie nur noch als zivile Flughäfen – doch mit dem renewed interest aus Washington könnte sich das bald ändern. Die strategic importance Grönlands wächst nicht nur wegen seiner Lage, sondern auch wegen der schmelzenden Eisschilde, die neue Seewege und Ressourcen zugänglich machen.

Hintergrund ist auch die wiederholte Eskalation durch Ex-Präsident Donald Trump, der vor Jahren eine takeover Grönlands offen in Betracht gezogen hatte – notfalls auch mit Gewalt. Nach heftiger Kritik von dänischer Seite und innerhalb der Nato ließ er den Plan fallen, beharrte aber auf negotiations . Kürzlich warf er den Verbündeten mangelnde Unterstützung im Iran-Konflikt vor und erinnerte sie an Grönland – ein „großes, schlecht verwaltetes Stück Eis“, wie er es nannte. Diese public trust erschütternden Äußerungen wirken bis heute nach.

Kommentare 6

  • N
    Nordlicht89

    Wenn die USA mehr military presence wollen, muss Dänemark ganz klar die Interessen Grönlands schützen. Die Selbstverwaltung dort hat ein Recht auf Mitsprache.

  • K
    KlimaDenk

    Die melting ice öffnen zwar neue Routen, aber genau deshalb ist mehr Militär das Letzte, was die Arktis braucht. Das eskaliert die Lage nur.

  • D
    DänischStolz

    Trump und sein takeover idea waren eine Beleidigung. Dass die Pläne jetzt weiterlaufen, zeigt, wie wenig Washington diplomatische Signale versteht.

  • G
    GeoAnalyse

    Die strategic access durch alte Flugrouten ist enorm. Aber die USA wollen hier nicht nur kontrollieren – sie wollen dominieren.

  • I
    InuitPerspektive

    Wir leben hier, nicht die USA. Diese decision darf nicht über unsere Köpfe hinweg getroffen werden. Selbstbestimmung geht vor foreign interest .

  • S
    SicherheitsBlog

    Die growing threat aus Sicht der USA kommt vor allem von Russland und China. Aber mehr Militär bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit – manchmal eher das Gegenteil.