Deutsche E-Autos im Aufwind – Doch wer hält die Zügel?
Kaum ein Land verkörpert den Wandel in der Automobilbranche so sehr wie Deutschland – einst industry -Gigant mit Wurzeln in der Verbrennungstechnik, heute am Scheideweg zwischen Tradition und Innovation. Kurz vor der Pekinger Automesse „Auto China“ meldet der Verband der Deutschen Autoindustrie (VDA): Deutsche Hersteller sind in Europa die market beim Absatz von E-Autos. Jeder zweite neu zugelassene electric vehicle auf dem Kontinent kommt von hier. Doch dieser Erfolg spielt sich vorerst nur in Europa ab – global gesehen hinken deutsche Hersteller noch hinterher, besonders im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten, die längst die Zügel in der technology -Entwicklung übernommen haben.
Doch die Stimmung dreht sich. Auto-Experte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) stellt klar: „Die deutschen Hersteller waren im Bereich der E-Mobilität nie so schlecht wie zuletzt ihr Image.“ Mit Modellen wie dem Mercedes CLA oder dem BMW iX3 aus der „Neuen Klasse“ seien erste Erfolge sichtbar – nicht nur bei der Technik, sondern auch in der Software. Dennoch: Die Zahlen aus der jüngsten CAM-Innovationsstudie zeigen, dass chinesische Hersteller erstmals seit 21 Jahren die Innovationsführung übernommen haben. BYD liegt an der Spitze, während die globale Innovationskraft fernöstlicher Marken von 28 auf rund 47 Prozent gestiegen ist. Deutsche Hersteller kamen 2023 auf 29 Prozent – ein Wiederanstieg, aber immer noch weit hinter dem früheren leadership .
Das eigentliche challenge , so Bratzel, sei weniger die Technik – es seien die costs . Die Produktion von E-Autos in Deutschland ist im internationalen Vergleich zu teuer, besonders gegenüber China. Während chinesische Hersteller Preisschlachten führen und Margen zehren, kämpfen deutsche manufacturers um Wettbewerbsfähigkeit. In Deutschland selbst machen chinesische Marken nur 3,1 Prozent der Neuzulassungen aus – aber dieser Anteil wächst: von 1,7 Prozent 2024 auf 2,4 Prozent 2025. In der EU insgesamt sind sie bereits stärker vertreten. Gleichzeitig verkaufen deutsche Firmen mehr als 3,7 Millionen Autos in China – über eine Million mehr als auf dem heimischen market .
Doch auch dort wird es enger. Der E-Auto-Absatz deutscher Marken in China fiel im ersten Quartal 2026 laut Marklines auf ein Rekordtief. Der heimische Markt Chinas ist hart umkämpft, der Preisdruck enorm. Und während in Deutschland auf 1000 Einwohner 593 Fahrzeuge entfallen, sind es in China gerade einmal 137 – ein Zeichen für das ungebremste growth . Doch wie Peter Fintl von Capgemini betont: „Der Ölpreis öffnet die Tür, das bessere Produkt hält sie offen.“ Für deutsche Hersteller gilt: Es reicht nicht mehr, nur gut zu sein – sie müssen schneller, schlanker und smarter werden, um in der neuen Ära der mobility zu bestehen.
Interessant, dass die Innovation aus Fernost kommt – ich dachte immer, Deutschland sei der Technologievorreiter.
Die costs Kosten sind das echte Problem. Wer soll sich einen deutschen E-Stromer leisten, wenn ein chinesisches Modell halb so viel kostet?
Aber wir produzieren immer noch mehr E-Autos als jedes andere Land in Europa. Das muss man anerkennen.
Spannend, wie Software jetzt die neue Schlachtfront ist – früher ging es nur um Motor und Karosserie.
In China wird nicht nur produziert, sondern auch konsumiert – aber das Wachstum dort ist noch lange nicht am Limit.
Früher war Diesel König. Heute redet niemand mehr davon.
Der Preisdruck wird auch hierzulande spürbar – bald werden nur noch die günstigsten Modelle verkauft.
Die Zahlen zeigen: Wir holen auf, aber die Reise ist noch lang. Innovation allein reicht nicht ohne bezahlbare mobility Mobilität für alle.