Teslas Autopilot startet in Europa: Begeisterung trifft auf erste Hürden
Endlich ist es soweit: Tesla hat sein Full Self-Driving-System in Europa gestartet, und viele Besitzer feiern den Meilenstein. Nach jahrelangen Verzögerungen und verpassten Terminen genehmigte die niederländische Kfz-Behörde RDW letzte Woche das Fahrerassistenzsystem, das es Teslas ermöglicht, unter menschlicher Aufsicht fast überall selbstständig zu fahren. Für Fans, die bis zu zehn Jahre auf den Start gewartet haben, ist es ein emotionaler Moment. Tim de Kraker, Projektentwickler aus Zutphen, beschrieb seine erste Fahrt mit FSD als „einen Schritt in die Zukunft“ – er nutzte es, um seinen Sohn zur Schule zu bringen.
Doch nicht alles läuft perfekt. Während die meisten Fahrer keine Sicherheitsprobleme beobachteten, zeigte sich, dass FSD sich noch an europäische Gegebenheiten gewöhnen muss – vor allem an komplexe roundabouts , die in den USA selten, in Europa aber allgegenwärtig sind. Patrick Sannes aus Gouda berichtete, dass sein Auto im Kreisverkehr verwirrt war und die Ausfahrt verpasste. Auch Alex Nichiporchik, CEO des Spieleentwicklers tinyBuild, bemerkte, dass das System manchmal Fahrradfahrern zu oft Vorfahrt gewährt – ein minor issue , aber ärgerlich für andere Verkehrsteilnehmer.
Interessant ist auch der Unterschied zur US-Version: Europäische Nutzer müssen vor der ersten Nutzung ein video tutorial und ein Quiz absolvieren, das klarmacht, dass sie weiterhin die responsibility tragen. Zudem fehlen die humorvollen Fahrmodi wie „Mad Max“ – stattdessen kann man eine maximale Überschreitung des speed limit einstellen. Dies spiegelt die strengeren europäischen regulations wider, die Transparenz und Sicherheit priorisieren.
Doch nicht alle Tesla-Fahrer durften mitfeiern. Die Einführung beschränkt sich auf Fahrzeuge mit der neuesten Hardware 4, was bedeutet, dass Besitzer älterer Modelle leer ausgehen – trotz Kauf von FSD vor Jahren. Mischa Sigtermans, der 2019 sein Model 3 kaufte und damals 6800 Euro für FSD zahlte, fühlt sich getäuscht. Er sammelt mittlerweile über 1900 verifizierte Nutzer für mögliche legal action , da Tesla seiner Meinung nach versprochen hatte, dass die Hardware 3 ausreichen würde. Für den Konzern wird das nicht nur ein Image-, sondern auch ein business risk .
Endlich! Ich fahre seit 2017 Tesla und hab auf FSD gewartet. Die ersten Runden in Amsterdam waren beeindruckend – aber ja, roundabouts Kreisverkehre sind noch eine Herausforderung.
Wieso muss man ein Quiz machen? Ist das nicht overkill Überforderung? Die Technik ist ja nicht neu, nur die Regulierung hier halt strenger.
Ich hab Hardware 3 und hab FSD 2020 gekauft. Das ist einfach unfair. Wir haben dafür gezahlt, aber dürfen es nicht nutzen. Wo bleibt das consumer trust Verbrauchervertrauen?
Typisch. Immer wieder diese Versprechen, die nicht gehalten werden. In den USA funktioniert es besser – hier ist es wieder halb fertig.
Wenn ich 6800 Euro für Software bezahle, erwarte ich, dass sie funktioniert – egal welches hardware version Hardware-Version ich hab. Das ist kein Luxus, sondern ein basic promise Grundversprechen.
Hab’s gestern auf der Autobahn getestet. Fährt fast perfekt. Nur bei lane changes Spurwechseln ist es manchmal zu zögerlich.
Ich find’s gut, dass man ein Quiz machen muss. So weiß jeder: Du bist weiterhin verantwortlich. Kein Autopilot im wahrsten Sinne.
Frage: Wenn ich FSD auf ein neues Auto übertrage, zählt das als Software-Besitz oder kann Tesla das einfach sperren?