Penny darf Zusatz-Rabatte per App anbieten

Penny darf weiterhin special discounts über seine app anbieten – zumindest vorerst. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm und wies damit eine Klage der Verbraucherschützer ab. Diese hatten argumentiert, dass rabattierte Angebote, die nur für registrierte App-Nutzer gelten, bestimmte Kundengruppen benachteiligen. Insbesondere older , behinderte und jüngere Menschen seien vom Zugang ausgeschlossen, weil sie oft kein Smartphone besitzen oder die Technik nicht bedienen können.

Die Richter sahen jedoch keinen discrimination gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Ein Sprecher des Gerichts erklärte, es fehlten sufficient evidence dafür, dass bestimmte Gruppen systematisch benachteiligt würden. Dass ältere Menschen seltener das Internet nutzen, reiche als proof nicht aus. Skepsis gegenüber digitalen Angeboten sei kein diskriminierender Umstand, sondern eine persönliche choice .

Dennoch wurde die appeal zugelassen. Sollte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) diesen Schritt nutzen, wird der Streit nun beim Bundesgerichtshof weiterverfolgt. Damit bleibt die Debatte über digitale access im Einzelhandel offiziell offen – auch wenn das aktuelle ruling klar zugunsten von Penny ausfiel.

Dies ist bereits die zweite setback für die Verbraucherschützer innerhalb kurzer Zeit. Im März war eine ähnliche Klage gegen den Discounter Netto vom Oberlandesgericht Bamberg abgewiesen worden. Auch dort ging es um App-basierte discounts , die als unfair kritisiert wurden. Allerdings wurde damals die Revision nicht zugelassen – ein Zeichen dafür, dass die legal pressure auf Händler in solchen Fällen bislang gering bleibt.

Reaktionen 6

  • K
    KlausH

    Logisch, dass Ältere benachteiligt sind. Nicht jeder hat ein Smartphone oder weiß, wie man so eine App installiert. Das ist real exclusion , auch wenn das Gericht das nicht sieht.

  • S
    Sandra_82

    Firmen setzen auf digital-only offers , um Daten zu sammeln. Der discount ist nur ein Köder – der eigentliche Gewinn kommt später durch personalisierte Werbung.

  • M
    Marek

    Warum sollte man Händler zwingen, alle Kanäle gleich zu behandeln? Wer nicht digital ist, muss eben anders sparen. market choice , nicht Diskriminierung.

  • E
    Evi

    Meine Oma geht seit 60 Jahren zu Penny. Jetzt soll sie plötzlich eine App nutzen, nur um den alten price zu bekommen? Das ist respektlos.

  • J
    Jonas

    Die legal risk für Supermärkte wird geringer. Bald werden alle Aktionen nur noch in der App laufen – klassische Prospekte sterben aus.

  • T
    Tine_D

    Ist es nicht absurd, dass wir im Jahr 2024 über equal access zum Joghurt streiten? Die Debatte zeigt, wie tief die digitale Kluft schon reicht.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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