Kuba: Friedrich Merz sieht keine Grundlage für US-Intervention auf der Insel

Bundeskanzler Friedrich Merz hat klare Worte gegen eine mögliche US-Militärintervention in Kuba gefunden. Nach den deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen in Hannover betonte er, dass von der Karibikinsel no threat für andere Staaten ausgehe. Eine military intervention , so Merz, brauche eine völkerrechtliche Grundlage – und die sei nicht ersichtlich.

Der CDU-Politiker stellte klar, dass starke Verteidigung nicht bedeute, das Recht zu haben, in anderen Ländern einzugreifen, nur weil deren politisches System nicht den eigenen Vorstellungen entspreche. Damit richtete er eine indirekte warning an US-Präsident Donald Trump, der kürzlich mit Blick auf den Konflikt im Iran gesagt hatte, man werde "vielleicht in Kuba vorbeischauen". Trump hatte Kuba zuvor als failed state bezeichnet und offen von einer möglichen "Übernahme" gesprochen.

Auch Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva betonte das Recht auf Selbstbestimmung. Er sprach sich entschieden gegen jede interference in innere Angelegenheiten aus und fragte: "Wo bleibt die Achtung der UN-Charta?" Gemeinsam mit Mexiko und Spanien verlangte Brasilien in einer Erklärung einen respectful dialogue im Einklang mit dem Völkerrecht – mit dem Ziel, dass das kubanische Volk frei über seine Zukunft entscheiden könne.

Die humanitäre Lage in Kuba verschärft sich indes weiter. Seit Jahren leidet die Bevölkerung unter dem US-Handelsembargo, das unter Trump noch verschärft wurde. Durch den oil blockade und gestoppte Lieferungen aus Venezuela fehlt es an Energie. Das führt zu wiederholten, tagelangen Stromausfällen, eingeschränktem Nahverkehr und rationing . Auch die Gesundheitsversorgung ist beeinträchtigt – eine Lage, die dringend einer politischen solution bedarf, nicht militärischer Drohgebärden.

Reaktionen 6

  • S
    StefanB

    Wenn wir über national sovereignty reden, muss das global gelten – nicht nur, wenn es uns passt.

  • M
    Maya_L

    Merz hat endlich mal was Sinnvolles gesagt. Eine Invasion wäre ein völkerrechtlicher disaster .

  • T
    Timo_R

    Die human cost des Embargos werden oft ignoriert. Hier geht’s nicht um Ideologie, sondern um Hunger und Strom.

  • K
    Kai_N

    Trump spielt wieder mit Feuer. Regimewechsel durch Drohungen war noch nie eine stabile foreign policy .

  • L
    LenaM

    Respekt an Lula. Wer andernorts für democracy trommelt, aber Diktaturen im Nachbarn stürzen will, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.

  • F
    Felix_D

    Warum eigentlich immer militärische response , wenn es um Kuba geht? Gibt’s keine Diplomatie mehr?

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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