Der lange Weg zurück zum Gipfel: Wiesberger triumphiert in Shanghai

Es war ein Comeback der besonderen Art: Bernd Wiesberger, der 40-jährige Golfer aus dem Burgenland, hat am Sonntag die China Open in Shanghai gewonnen – und damit einen Traum nach fast fünf Jahren wiederbelebt. Genau 1.792 Tage waren vergangen, seit er zuletzt triumphierte, am 30. Mai 2021 in Dänemark. Doch jetzt: ein Sieg mit 19 unter Par, drei Schläge vor Adrian Otaegui, der für die Vereinigten Arabischen Emirate spielt. Auf der back nine lag Wiesberger zunächst zurück, doch dann geschah etwas, wie er sagt, das sich „manchmal nicht erklären“ lässt – ein Moment des Glücks auf Loch 10, der alles veränderte.

Die Runde begann für Wiesberger bescheiden: nur ein Birdie auf der front nine, kein Bogey – solide, aber nicht spektakulär. Gegenüber dem stark aufspielenden Otaegui fiel er um drei Schläge zurück. Doch dann kam die Wende: Birdies auf den holes 10, 11 und 13. Mit jedem Schlag kehrte das confidence , mit jedem Putt wuchs die Spannung. Auf Loch 16 übernahm er die lead , und auf dem Par-5 der 18. Bahn behielt er kaltblütig die nerves – während Otaegui sein zweites Doppel-Bogey des Turniers kassierte. Ein dramatischer Schluss, ein victory , der sich anfühlt wie eine Wiedergeburt.

Für Wiesberger ist es der neunte Titel auf der World Tour – der erste seit langer Zeit, der Hoffnung macht. "Ich bin super-stolz, dass ich durch harte Zeiten gekommen bin", sagte er sichtlich emotional. Der Erfolg öffnet ihm Türen, die lange verschlossen schienen: Er qualifiziert sich für die Rolex-Series-Events, ein Sprung in die höchste Liga. "Das ändert meine nächsten Jahre ein bisschen", so der Routinier. Der Siegerscheck über 467.500 Dollar von den insgesamt 2,75 Mio. Dollar Preisgeld ist dabei nur ein Teil der reward .

Der Sieg in Shanghai hat auch symbolic Kraft: Es ist bereits der zweite österreichische Triumph dort – nach Markus Brier 2007. Wiesberger selbst hatte sich vor neun Jahren als Vierter herangetastet. Nun ist er ganz oben. Und mit ihm steigt die Vorfreude auf die Austrian Alpine Open in Kitzbühel, bei der er neben Sepp Straka als heimisches Zugpferd gilt. Die Sektdusche von Max Steinlechner – selbst mit einer starken 67er Runde auf Rang 25 – war nur der erste celebration einer neuen Ära.

Reaktionen 8

  • G
    GreenEagle

    Großartig! Endlich wieder ein austrian ganz vorne – das hat gefehlt.

  • P
    PuttMaster99

    1.792 Tage Wartezeit – das nennt man patience und Durchhaltevermögen.

  • F
    FairwayFritz

    Ist die Rolex Series jetzt wirklich so viel besser? Klingt nach Marketing.

  • B
    BirdieQueen

    Die Rückkehr nach Shanghai als Sieger – fast wie ein circle , der sich schließt.

  • B
    BunkerPhil

    Respekt vor der mentalen Stärke. Nach so langer Durststrecke wieder angreifen zu können – beeindruckend.

  • S
    SlopeSensei

    Hat er eigentlich einen neuen Caddie? Die Strategie heute war taktisch perfekt.

  • E
    EagleEye

    2007 Brier, 2024 Wiesberger – hoffentlich kein 17-Jahres-Intervall bis zum nächsten.

  • S
    SandTrapSam

    467.500 Dollar klingen viel – aber nach 1.792 Tagen harte Arbeit? Verständlich.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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