Nach Pokal: Füchse im Stimmungshoch – Magdeburg leckt Wunden
Die Handball-Füchse Berlin feiern ihren zweiten cup victory seit 2014 – doch schon auf der Rückfahrt nach Berlin dachten die Spieler nicht nur an die Party, sondern an die big goal der Saison. In einer Kölner Bar wurde zwar mit Familien und Freunden angestoßen, aber der Blick der Verantwortlichen richtet sich klar nach vorn: Es geht um die Champions League. Für Geschäftsführer Bob Hanning ist der Pokal ein special moment , doch der sportliche und economic perspective ist hoch – nur durch internationale Teilnahme kann die finanzielle Stabilität gesichert werden.
Zwei Wege führen zum Ziel: entweder über einen top-three finish in der Bundesliga oder durch den Sieg in der laufenden Champions-League-Saison. Aktuell ist Berlin Dritter und trifft im Viertelfinale auf den ungarischen Topclub Veszprem – eine tough draw , wie Hanning betont. Dennoch sieht er den Pokalsieg als confidence boost für die restlichen Spiele. Trainer Nicolej Krickau spricht von einer winner culture im Team – eine Einstellung, die auch Welthandballer Mathias Gidsel teilt.
Bereits am Donnerstag wartet das top match gegen VfL Gummersbach, ein direkter Konkurrent um die internationalen Plätze. Hanning nennt dies eine heroic task , die höchste Konzentration verlangt. Danach folgen die Champions-League-Duelle – für Gidsel keine Einbahnstraße: „Veszprem ist stark, aber wir wissen, wie wir sie beat können“, sagt er. Sein Traum: „Ich hoffe, dass wir im Juni wiederkommen“, meint er mit Blick auf das Finalturnier in Köln.
Ganz anders die Stimmung bei runner-up SC Magdeburg. Der designierte Meister, der in der Bundesliga klar führt, stürzte im Pokal tief – und hängt nun im Jammertal. Nach Niederlagen gegen Bergischen HC und TBV Lemgo Lippe muss Trainer Bennet Wiegert nun vor allem mental strength leisten. „Das zieht nicht einfach so an einem vorbei“, sagt er. Die Enttäuschung wird, wie er selbst zugibt, „einige Wochen oder sogar Monate“ anhalten – und auch bei den Spielern wird es nicht easy sein, die Niederlage zu verarbeiten. Doch genau das muss gelingen, will Magdeburg in der Champions League gegen Pick Szeged bestehen.
Der Pokal ist schön, aber die financial reality wirtschaftliche Realität zwingt zum Fokus auf Europa. Keine Zeit für lange Feiern.
Hier wird Magdeburg zu hart abgestraft. Sie sind Meister, aber niemand spricht davon. Nur weil sie im Pokal verloren haben, heißt das nicht, dass alles schiefgelaufen ist.
Veszprem ist wirklich das schlechteste Los – die spielen extrem stabil. Aber Füchse haben in Köln immer einen home advantage Heimvorteil, auch wenn es nicht ihre Stadt ist.
Wiegert hat recht: Enttäuschung einfach abzuschütteln ist unrealistisch. Die psychische Erholung braucht Zeit – besonders nach so einem Bruch.
Mathias Gidsel ist ruhig, aber du kannst sehen, dass er brennt. Dieser silent determination stille Wille macht ihn so stark.
Interessant, wie unterschiedlich die beiden Clubs mit Druck umgehen. Füchse: focus Fokus nach vorn. Magdeburg: emotional burden emotionale Last. Das sagt viel über die Teamkultur aus.
Pick Szeged unterschätzt niemand. Aber wenn Magdeburg die mental block innere Blockade löst, haben sie eine echte Chance. Es geht jetzt um resilience Widerstandsfähigkeit.