Kanadas EU-Sehnsucht: Flucht vor Trump oder realistische Perspektive?
In Kanada wächst political pressure , die Beziehung zum Nachbarn im Süden neu zu denken. Eine aktuelle Umfrage der "Globe and Mail" zeigt: 57 Prozent der Kanadier befürworten einen Beitritt zur Europäischen Union – eine clear signal an die angespannten Handelsbeziehungen mit den USA unter Präsident Trump.
Die Stimmung wird von europäischen Politikern unterschiedlich gelesen. Katarina Barley (SPD) sieht darin einen Vertrauensbeweis für die EU: "Kanada teilt unsere Werte. Das macht die Union globally attractive ." Auch CDU-Politiker Tilman Kuban begrüßt die Debatte: "Die Union hat ihre public trust nicht verloren. Wir sind eine starke Gemeinschaft."
Doch der Weg in die EU ist steinig. Laut Vertrag können nur europäische Staaten beitreten – Kanada liegt außerhalb. Ein Beitritt würde eine legal change erfordern, die kaum machbar scheint. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) nennt den Gedanken "schön, aber not realistic " und plädiert stattdessen für eine Vertiefung des bestehenden Handelsabkommens CETA.
Der Hintergrund ist wirtschaftlich wie politisch brisant: Trump drohte mehrfach mit economic measures , um Kanada unter Druck zu setzen. Aktuell gelten 50-Prozent-Zölle auf kanadische Metallimporte. Gleichzeitig bleibt der US-Markt unverzichtbar: Über three quarters der Exporte laufen dorthin. Diese Abhängigkeit macht die Suche nach neuen global partners dringlicher – auch jenseits des Atlantiks.
Ein legal change rechtlicher Bruch mit dem Vertrag ist nicht nötig – aber symbolisch wäre es ein huge step riesiger Schritt.
Natürlich wollen sie raus aus dem US-Schatten. Wer bei 50 Prozent Zöllen noch an Freundschaft glaubt, hat die Realität verloren.
Die public trust öffentliche Sympathie für die EU ist da – aber was bringt sie ohne real decision konkrete Entscheidung?
Witzig, dass ausgerechnet Kanada, das nie kolonialisiert wurde, nun new union neue Verbündete sucht. Irgendwie traurig.
Die economic pressure ökonomische Belastung durch die USA ist real. Aber ein EU-Beitritt? Das ist political fiction politische Fiktion.
Warum nicht? Wenn die EU global influence globalen Einfluss will, braucht sie klare strategic partners strategische Partner – nicht nur Wunschdenken.