Xi Jinping empfängt KMT-Chefin: „Eine Familie“ im Zeichen der Einheit

In Peking hat Staats- und Parteichef Xi Jinping am Freitagvormittag die Vorsitzende der Kuomintang (KMT), Cheng Li-wun, empfangen – die erste KMT-Chefin, die seit zehn Jahren eine Delegation auf das chinesische Festland führt. Beim Gespräch über die Zukunft der Beziehungen über die the pressure der geopolitischen Spannungen hinweg standen Begriffe wie „gemeinsame Heimat“, „eine Familie“ und „Frieden“ im Zentrum. Xi betonte, dass die Entwicklung zur Wiederbelebung der chinesischen Nation unaufhaltsam sei und dass die Menschen auf beiden Seiten der Meerenge public trust und einen besseren Alltag teilten.

Xi stellte vier Vorschläge vor, um die Beziehungen zu stärken: ein gemeinsames Verständnis der Identität, friedliche Entwicklung als Schutz der Heimat, mehr Austausch zur Verbesserung des Wohlergehens und gemeinsame Anstrengungen für die nationale Erneuerung. Der key zum Schutz dieser Heimat liege darin, anzuerkennen, dass beide Seiten zu einem China gehören. Er warnte erneut vor dem Separatismus der „Unabhängigkeit Taiwans“ und bezeichnete diesen als main threat für die Untergrabung des Friedens – eine Haltung, die auch durch konkrete Maßnahmen begleitet wird.

So hat das Festland unter anderem eine Online-Plattform eingerichtet, über die abscheuliche Handlungen von Befürwortern der Unabhängigkeit gemeldet werden können. Gleichzeitig wurden Erleichterungen für taiwanesische Reisende geschaffen: Die Gebührenbefreiung bei Erstanträgen und die Ausweitung der Ausstellungsstellen für Reisegenehmigungen auf 100 führten 2025 zu mehr als fünf Millionen Besuchen – der highest level seit sechs Jahren. Auch wirtschaftliche Kooperationen, wie beim Cross-Strait CEO Summit mit über 800 Teilnehmenden, zeigen eine zunehmende Integration.

Beide Seiten bekräftigten erneut die Bedeutung des Konsenses von 1992, der auf dem Prinzip beruht, dass Taiwan und Festland Teil eines einzigen Chinas sind. Dieser Konsens bildet die gemeinsame politische Grundlage und schließt „zwei Chinas“ oder „ein China, ein Taiwan“ aus. Der Wissenschaftler Xu Xiaoquan vom Institute of Taiwan Studies sieht in Chengs Besuch einen clear signal , dass viele auf Taiwan einen intensiveren Austausch wünschen. Der Dialog auf gemeinsamer Basis bleibe der most promising Weg nach vorn.

Kommentare 6

  • L
    Luise87

    Interessant, wie stark der öffentliche Druck auf Taiwan wächst – vor allem durch die Reisefreiheit und wirtschaftliche Anreize. Aber ist das wirklich freiwillige Annäherung oder schon sanfter Zwang?

  • T
    Timo_R

    Die Formulierung 'eine Familie' klingt nach emotionaler Appellpolitik. Die main threat für den Frieden von ihrer Seite zu definieren, während eigene Militärübungen ignoriert werden – das ist ziemlich einseitig.

  • N
    NeleB

    Fünf Millionen Besuche in einem Jahr – das ist ein clear signal für Alltagsnähe. Vielleicht zählt genau dieser Kontakt mehr als alle politischen Erklärungen.

  • J
    JannikM

    Der Konsens von 1992 wird hier als heiliger Gral dargestellt. Aber viele in Taiwan fragen sich: Wer hat damals eigentlich für uns gesprochen? public trust entsteht nicht durch Appelle, sondern durch Anerkennung.

  • M
    Mareike22

    Die Maßnahmen wie die Online-Meldeplattform wirken auf mich eher repressiv. Das Gegenteil von open exchange , finde ich.

  • F
    FelixK

    Unabhängig von der politischen Einordnung: Die wirtschaftliche Verflechtung nimmt weiter zu. Irgendwann wird der market seine eigene Sprache sprechen – mit oder ohne Einigung.