45. Prozesstag in Hamburg: Ermittlerin wertet Aussage von Frau Block als Teil-Geständnis

Am 45. Verhandlungstag im high-profile case gegen Christina Block (52) hat die Hauptermittlerin Merle B. (44) eine kontroverse Aussage der Angeklagten als partial admission gewertet. Vor dem Hamburger Landgericht wurde die Befragung der Polizistin fortgesetzt, die bereits am Vortag mit intensiven Reaktionen vonseiten der Verteidigung konfrontiert war. TAG24 war vor Ort und verfolgte die Aussagen, die für die legal strategy und Anklage gleichermaßen von entscheidender Bedeutung sein könnten.

Besonders Anwalt Ingo Bott, der Frau Block vertritt, hinterfragte scharf die investigative approach der Hamburger Polizei. Er warf der Behörde vor, durch die Einflussnahme des Vaters der Kinder, Stephan Hensel, auf einem Auge blind zu agieren. In einer direkten Ansprache an die Zeugin mutmaßte er, sie sei möglicherweise von Hensel um den Finger gewickelt worden – eine Formulierung, die im Saal für Unruhe sorgte.

Zentraler Streitpunkt blieb der Satz, den Block laut Ermittlerin am 3. Januar 2024 äußerte: Er macht eine Entführung und ich mache Rückführung. Bott wollte wissen, ob die Zeugin die Tragweite dieser Worte erfasst habe. Diese erklärte, der Begriff 'Rückführung' bedeute lediglich, Kinder von einem Ort zum anderen zu bringen. Dennoch habe sie den Satz in der Akte unterstrichen – weil sie ihn als indirekte Verantwortungsübernahme interpretierte. Genau diese Interpretation bezeichnete sie als partial admission .

Auch andere Verteidiger griffen die Zeugin an. Dr. Voß, Anwalt des angeklagten Familienrechtsanwalts Dr. Andreas C., konfrontierte sie mit contradictory notes zu einer beauftragten IT-Sicherheitsfirma. Während der Befragung durch David Rieks, Anwalt von Gerhard Delling, wurde zudem suspicious knowledge thematisiert: Delling habe bereits am 1. Januar Details über eine Niederschlagung Hensels gekannt, die damals nicht öffentlich waren. Die Ermittlerin räumte ein, dass solche Informationen nur von den Tätern stammen könnten – ein schwerwiegender implication .

Die Staatsanwaltschaft blieb bei ihrer Einschätzung, der Satz der Angeklagten deute auf clear intent hin. Dr. Sasha Böttner, die die Anklage vertritt, äußerte allerdings discomfort mit dem Verlauf der Verhandlung: Sie kritisierte, dass Fragen zur Medienpräsenz das Verfahren unnötig verlängerten. Die Befragung der Ermittlerin ist noch nicht abgeschlossen. Der Prozess wird am 27. April fortgesetzt – doch bis dahin bleibt unklar, ob die official permission der Zeugin erweitert wird, wie von der Verteidigung gefordert.

Reaktionen 8

  • J
    JurastudentHH

    Ein partial admission reicht juristisch oft schon aus, um die Glaubwürdigkeit der Verteidigung zu erschüttern. Besonders die Unterstreichung in der Akte ist kein Zufall.

  • M
    MamaImNorden

    Wenn die Kinder selbst sagten, sie wollten zum Vater – war das dann wirklich eine Entführung oder eher eine forced return ? Die Motive sind hier alles.

  • K
    KripoBeobachter

    Die Aussage 'um den Finger gewickelt' ist brutal, aber nicht unwahrscheinlich. Ermittler sind auch nur human beings , und emotionale Fälle beeinflussen die Wahrnehmung.

  • S
    Skeptiker22

    Warum wird ein Satz aus dem Kontext herausgerissen und als partial admission verkauft? Das klingt nach Anklage-Rhetorik, nicht nach Fakten.

  • D
    DellingFan

    Delling wirkte im Gerichtssaal völlig überfordert. Aber suspicious knowledge zu haben, macht noch keinen Täter. Wo ist der Beweis?

  • R
    Rechtsblog

    Die Forderung nach Erweiterung der official permission zeigt, dass die Verteidigung Druck aufbaut. Wenn sie nicht kommt, könnte das Verfahren ins Wanken geraten.

  • H
    Hafencop

    Kein Jugendamt am Freitagabend erreichbar – das ist leider daily reality in vielen Dienststellen. Man kann der Polizistin da keinen Vorwurf machen.

  • V
    VerenaK

    Die ganze Debatte um 'Rückführung' zeigt, wie sehr word choice im Rechtssystem Gewicht hat. Ein Begriff kann eine Karriere zerstören.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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