Trumps Regierung: Wer jetzt nicht mehr dabei ist

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erlebt eine bemerkenswerte political instability : Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen verlässt eine Ministerin das Kabinett – diesmal ist es Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer. Sie kündigte am 20. April 2026 ihren Rücktritt an, nachdem ihr vorgeworfen wurde, Haushaltsmittel falsch verwendet und ein feindseliges Arbeitsklima geschaffen zu haben. Chavez-DeRemer will nun in die Privatwirtschaft wechseln, während ihr Stellvertreter Keith Sonderling zunächst kommissarisch führen wird.

Diese Serie von Austritten offenbart eine tiefgreifende Vertrauenskrise innerhalb der Regierung. Bereits im März musste Heimatschutzministerin Kristi Noem gehen, nachdem ihre aggressive ICE-Politik und eine teure PR-Kampagne heftige Kritik ausgelöst hatten. Trump setzte sie anschließend als Sondergesandte in die neu geschaffene Initiative "The Shield of the Americas" ab – eine Maßnahme, die weniger nach punishment als nach diplomatischer Umsiedlung wirkt.

Noch gravierender war der Fall des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Waltz: Er teilte in einer unsicheren Signal-Chatgruppe militärische operational details über den Jemen – versehentlich auch mit einem Journalisten. Zwar stärkte Trump ihm zunächst den Rücken, entmachtete ihn aber später und übertrug Außenminister Marco Rubio die Aufgaben. Waltz erhielt dafür den Posten des UN-Botschafters, was viele als political reward interpretieren. Diese Rotation von geschassten Beamten in lukrative Ämter untergräbt das Gefühl für Verantwortlichkeit.

Mit Pam Bondi verlor die Regierung zuletzt die Justizministerin – ohne offiziellen Grund, aber mit deutlichem Signal. Trump nannte sie später "schwach", weil sie nicht hart gegen seine politischen opponents vorging. Der Druck durch die Öffnung von Epstein-Dokumenten hatte ihre public credibility beschädigt. Ihr Nachfolger, Todd Blanche, steht nun vor der Aufgabe, das Ansehen des Justizministeriums wiederherzustellen – während die Frage bleibt, ob diese häufigen Wechsel systematischer Regierungsschwäche oder bewusster Machtkonsolidierung geschuldet sind.

Reaktionen 6

  • T
    Timo89

    Wenn jede Ministerin nach zwei Monaten rausfliegt, wo bleibt dann die policy continuity ? Das ist kein Kabinett, das ist ein Karussell.

  • L
    Leni

    Waltz kriegt den UN-Posten? Das ist ja wohl der größte Augenauswisch der letzten Jahre. Sicherheitsverrat mit Diplomatie entschuldigen – peinlich.

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    Kai_N

    Interessant, wie Trump alle rauswirft, die ihm nicht hart genug gegen political enemies vorgehen. Das Justizministerium wird zur Rachebehörde.

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    Mara

    Noem wird Sondergesandte? Klingt wichtig, ist aber vermutlich ein fancy title ohne echte Macht. Ablenkung vom eigentlichen Versagen.

  • D
    Dennis

    Was kostet so eine ständige personnel turnover eigentlich den Steuerzahler? Und wer kontrolliert die Kontrolleure?

  • F
    Feli

    Die public confidence in diese Regierung sinkt mit jedem dieser Schachzüge. Das ist kein Staat, das ist ein Familienbetrieb mit Sicherheitslücken.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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