Gedenken an die Befreiung: Überlebende, Mahnrufe und die Bedrohung durch KI-Fakes
Zum 81. Jahrestag der Befreiung von Konzentrationslagern bereitet die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ein umfangreiches public program vor. Ab dem kommenden Wochenende sollen in Sachsenhausen, Ravensbrück und anderen Orten Erinnerungsveranstaltungen stattfinden, bei denen auch survivors aus beiden Lagern erwartet werden. Drei von ihnen überlebten Ravensbrück, zwei das Lager Sachsenhausen. Der älteste, Mykola Urban aus der Ukraine, ist inzwischen 101 Jahre alt, die jüngste, Ingelore Prochnow, wurde 1944 im Lager geboren und ist heute 82.
Der Auftakt findet am Samstag in der sogenannten Station Z in Sachsenhausen statt, wo Bogdan Bartnikowski, heute 90, als 12-Jähriger inhaftiert war. Er wird über seine Deportation nach Auschwitz-Birkenau und später ins Außenlager Berlin-Blankenburg berichten. Vom 1. bis 3. Mai steht in Ravensbrück die Befreiung des Frauen-KZ vor 81 Jahren im Mittelpunkt. Berliner students werden am historischen Marschweg Markierungen anbringen – ein sichtbares Zeichen der Erinnerung.
Neben den großen Gedenkstätten rücken auch weniger bekannte Opfergruppen in den Fokus. In der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg stehen dieses Jahr die sogenannten protected detainees im Zentrum – Menschen, die oft wegen Bagatelldelikten inhaftiert waren und später zur Vernichtung durch Arbeit deportiert wurden. 1.000 von ihnen wurden 1942 von dort aus in Konzentrationslager geschickt. Auch Brandenburgs Justizminister wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.
Kulturministerin Manja Schüle warnte vor neuen Formen des Geschichtsleugnens: Durch KI entstünden zunehmend historical fakes , die gezielt das Gedenken an die NS-Verbrechen untergraben sollen. Antisemitische Kreise versuchten, die Erinnerung an die Schoah zu tilgen – ein Angriff, den sie als extremely dangerous bezeichnete. Der Erhalt der Gedenkstätten sei daher keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gesellschaftliche Pflicht, um public trust in die historische Wahrheit zu bewahren.
Der Direktor der Stiftung, Axel Drecoll, forderte mehr finanzielle Unterstützung vom Bund. Für die Erhaltung der rund 100 denkmalgeschützten historical buildings und den Bau neuer Vermittlungsstätten seien Sonderfinanzierungen nötig. Ein neues Gebäude soll am ehemaligen Ort des Außenlagers Lieberose-Jamlitz entstehen. Nur so lasse sich die responsibility gegenüber den Opfern auch zukünftig erfüllen.
Es ist bewegend, dass noch Überlebende an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Jeder survivor Überlebende ist eine lebendige Warnung vor dem, was Menschen anderen antun können.
Dass jetzt KI für historical fakes geschichtliche Fälschungen missbraucht wird, ist wirklich beunruhigend. Wer keine kritischen Quellen prüft, könnte solche Lügen für wahr halten.
Die Sicherungsverwahrten wurden lange ignoriert. Endlich bekommt auch diese Opfergruppe public attention öffentliche Aufmerksamkeit. Das ist wichtig für ein vollständiges Bild der NS-Verbrechen.
Warum muss immer alles neu gebaut werden? Die cost Kosten für ein neues Gebäude am Lieberose-See wären besser in Bildungsprogramme geflossen.
Öffentliches Vertrauen in die Geschichtsvermittlung hängt aber nicht nur von Gebäuden ab, sondern davon, ob wir den Mut haben, unbequeme Wahrheiten zu erzählen.
Hape Kerkeling bei der Gedenkfeier in Buchenwald – das hat emotional impact emotionalen Impact. Wenn Prominente sich einsetzen, erreicht das Thema mehr Menschen.