Das Schweigen nach der Explosion: Klitschko über Tschernobyl und den Vater, den er verlor

Katastrophe – das Wort hängt im Gedächtnis wie der Geruch von Asche nach einem Brand. Für Wladimir Klitschko begann sie an einem gewöhnlichen Tag in Kiew, als sein Vater, ein Offizier der Sowjetarmee, mit ernster Miene nach Hause kam und die Familie zusammenrief. Es war 1986, der nuclear Unfall von Tschernobyl hatte gerade begonnen, doch niemand sprach offen darüber. Stattdessen gab es neue Regeln: keine Spiele im Freien, keine shoes im Haus, kein Fragenstellen. Das Schweigen war Teil des Alltags, ein Erbe der Sowjetzeit, das tiefer ging als die Strahlung – es prägte die family , das Vertrauen in Behörden, die Art, wie Trauer verarbeitet wurde.

Der Vater war einer der sogenannten Liquidatoren, jener Soldaten, die direkt am Reaktor aufräumten, ohne ausreichenden protection . Für die Kinder war seine Abwesenheit allgegenwärtig – tagelang, wochenlang fort, eingehüllt in Geheimnisse. Später starben 80 Prozent seiner Kameraden innerhalb weniger Jahre. Sein eigener Krebs, diagnostiziert 2007, war die verzögerte Todesbotschaft jener Mission. 2011 starb er an den Spätfolgen – ein langsamer, stiller Tod, der sich über Jahre zog. Klitschko glaubt fest: ohne Tschernobyl wäre sein Vater heute noch am Leben, denn bis dahin war er gesund, ein Mann, der nie einen doctor brauchte.

Schweigen – das ist für Klitschko nicht nur Erinnerung, sondern eine politische Erbmasse der Sowjetunion. Die Medien verschwiegen, die Führung log, das Leid wurde buried unter Propaganda. Auch deshalb denkt er oft mit anger zurück – nicht aus Überraschung, sondern aus Erkenntnis. Dieses Schweigen, so sagt er, habe das Leid vieler erst vervielfacht. Und als 2022 russische Truppen durch die belastete Zone bei Tschernobyl vorrückten, kehrte die Vergangenheit zurück – als Alptraum. Soldaten, die durch ein Gebiet marschierten, das noch immer dangerous ist, für ihn ein Akt der Verrücktheit.

Doch Klitschko warnt davor, Kernenergie pauschal zu fear . Für ihn ist sie wie ein knife – nützlich, wenn man es kontrolliert, tödlich, wenn man achtlos damit umgeht. Fukushima und Tschernobyl seien Warnungen, keine Absage an die Technologie. Im Kampf gegen die climate brauche man auch Kernenergie – aber unter strengsten safety - und Verantwortungsstandards. Und wenn sein Vater heute noch leben würde? Er würde Haltung zeigen, glaubt Klitschko – als Patriot, als hero , als Mann, der sein Land niemals aufgeben würde.

Reaktionen 8

  • K
    kyivanerin

    Die Art, wie er von der Kindheit erzählt – das Schweigen, die Angst in den Gesten – das kennt so viele in Osteuropa.

  • A
    atomkraft_skeptisch

    Ein Messer als Metapher für Atomkraft? Interessant, aber ich frage mich, ob ein knife jemals radioaktiven Müll produziert.

  • O
    ostwind89

    Sein Vater war ein echter Held. Nichts gegen moderne Soldaten, aber solche Opfer sind heute kaum noch vorstellbar.

  • D
    doktor_nord

    80 Prozent Sterblichkeit unter den Liquidatoren – das ist eine erschütternde Zahl, die zeigt, wie wenig protection sie wirklich hatten.

  • K
    klar_denken

    Die Sowjets haben nicht nur die Katastrophe vertuscht, sie haben das Leid systematisch buried . Das ist der wahre Skandal.

  • M
    mama_oleg

    Mein Onkel war auch in Tschernobyl. Er spricht nie darüber. Dieses Schweigen – es ist wie eine Narbe, die nicht verheilt.

  • G
    gruener_pfad

    Ich respektiere seine Haltung, aber ich glaube nicht, dass Kernenergie je sicher genug sein kann – schon gar nicht in Kriegszeiten mit belasteten Zonen.

  • H
    historiker_j

    Die Liquidatoren wurden als Helden gefeiert und dann vergessen. Jetzt erst wird ihre Geschichte langsam sichtbar.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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