Jens Spahn bringt Reaktivierung alter deutscher Kernkraftwerke erneut ins Spiel
Die Debatte um die nuclear energy in Deutschland erhält neue political pressure . Wenige Tage vor dem 40. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl bringt Unionsfraktionschef Jens Spahn erneut die reactivation der zuletzt stillgelegten Atomkraftwerke ins Spiel. Er beruft sich auf eine Studie, nach der die Wiederinbetriebnahme von sechs deutschen nuclear plants mit rund neun bis zehn Milliarden Euro möglich wäre – deutlich günstiger als der Neubau. Für Spahn ist das eine clear signal an die Ampelregierung: Die Abkehr von einer Technologie, die zuverlässigen und emissionsarmen Strom liefert, sei ein strategischer Fehler.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstützt diese view indirekt. In einem Entwurf zur energy security , der der F.A.Z. vorliegt, warnt sie davor, bestehende Anlagen vorzeitig abzuschalten. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teilt ihre assessment , betont aber: Der Atomausstieg sei durch frühere Regierungen beschlossen und damit irreversible decision . Die drei letzten deutschen Atomkraftwerke – Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 – wurden im April 2023 abgeschaltet. Seitdem laufen dort decommissioning works , die nach Ansicht der Betreiber nicht mehr umkehrbar sind.
Trotzdem fordert auch die AfD die reactivation . Ihr zufolge könnten mehrere Blöcke innerhalb von drei Jahren und zu geringeren Kosten reaktiviert werden. Die SPD widerspricht scharf: Für sie ist die Atomkraft expensive und dangerous , zudem bleibe die Frage des Endlagers ungeklärt. Die Grünen und Energieexperten wie Lion Hirth von der Hertie School halten die Diskussion für political circus . Hirth räumt zwar ein, dass das Abschalten funktionsfähiger Anlagen keine wise decision war, doch: Der Schaden ist angerichtet.
Die Betreibergesellschaften bestätigen diese reality . Eon, EnBW, RWE und Vattenfall betonen, dass die critical components bereits entfernt oder beschädigt seien. Der Primärkreislauf sei praktisch nicht mehr vorhanden, der Reaktordruckbehälter werde bald zerlegt. Auch wenn Reparaturen technisch möglich seien, sei der cost nicht mehr vertretbar. Ein Neubau wäre nach Schätzungen noch deutlich teurer. In Belgien läuft eine ähnliche Debatte – dort wurde die Laufzeit zweier Reaktoren bereits bis 2035 verlängert, und die Industrie fordert eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung stillgelegter Anlagen.
Der market price Markt für Strom aus Solar und Wind sinkt weiter – warum sollen wir jetzt in eine teure, riskante Technologie zurückkehren?
Interessant, dass Spahn jetzt vom öffentlichen Vertrauen in die Energieversorgung spricht, nachdem die Union selbst jahrelang den Atomausstieg mittrug.
Die cost estimate Kostenschätzung von neun Milliarden klingt plausibel – aber wer bezahlt die Modernisierung, die Genehmigungen und das neue Personal? Das steht nirgendwo.
„Der Schaden ist angerichtet“ – genau. Die decommissioning Stilllegung war politisch gewollt. Jetzt zu tun, als ließe sich alles einfach umkehren, ist Augenwischerei.
In Belgien geht es voran, hier diskutieren wir seit Jahren dieselbe old issue alte Frage. Vielleicht sollten wir endlich konsequent handeln – pro oder contra, aber nicht halbherzig.
Die technical reality technische Realität ist klar: Ohne Reaktordruckbehälter kein Reaktor. Wer das ignoriert, ignoriert die Physik.