Tiefsee-Kabelschneider: China feiert, Westen fürchtet sich

Ein chinesisches Forschungsschiff hat erstmals erfolgreich ein Unterwasserkabel in 3500 Metern Tiefe durchtrennt – mithilfe eines new tool , das ohne externe Versorgung arbeitet. Die staatliche Agentur Xinhua feiert den Einsatz des elektro-hydrostatischen Aktuators (EHA) als major progress für die zivile Pflege von Pipelines und Datenkabeln. Doch während Peking von Effizienz und Innovation spricht, wächst im Westen die Sorge, dass dieselbe technology auch für Sabotage eingesetzt werden könnte.

Das Besondere am EHA: Er vereint Hydraulik, Motor und Steuerung in einem kompakten, autarken System – und benötigt keine schweren Ölleitungen wie herkömmliche Schneidköpfe. Dadurch wird er nicht nur faster einsetzbar, sondern auch auf kleinen, unbemannten Tauchgeräten montierbar. Was früher Stunden dauerte, soll nun in Minuten erledigt sein. Auch die Bergung von Messsonden und der Test der ersten chinesischen deep-sea winch mit 11.000 Meter Kabel wurden während der 30-tägigen Mission der „Haiyang Dizhi 2“ erfolgreich absolviert.

Experten warnen vor dem dual-use potential dieser Errungenschaft. Zwar betont China rein zivile Absichten, doch die Fähigkeit, Kabel in großer Tiefe gezielt zu kappen, könnte die gesamte maritime Infrastruktur im Südchinesischen Meer beeinträchtigen. Taiwan sieht sich besonders bedroht: Schon mehrfach wurden chinesische Schiffe des Kabelschadens verdächtigt. Erst kürzlich wurde ein Kapitän vor der Küste zu einer prison sentence verurteilt – Peking wies jede Verantwortung zurück.

Die Angst vor gezielter Sabotage wächst auch in Europa. Nach mehreren Unterbrechungen von Strom- und Datenkabeln in der Ostsee wurden russische Spionageschiffe wie die „Yantar“ beobachtet – aber auch China steht im Verdacht. Ein EU-report warnte bereits vor der Abhängigkeit von außereuropäischen Akteuren. Angesichts der wirtschaftlichen Folgen von Internetausfällen gilt Kabelsabotage als Mittel der hybrid warfare . Als Reaktion investiert die EU 347 Millionen Euro, um die resilience der globalen Datenautobahnen zu stärken.

Reaktionen 6

  • N
    Nordlicht87

    Wenn ein tool so präzise arbeitet, ist es nur logisch, dass es auch für militärische Zwecke genutzt werden könnte – unabhängig von den offiziellen Beteuerungen.

  • M
    Meerforscher

    Die technische Leistung ist beeindruckend, aber die geopolitischen consequences dürfen nicht ignoriert werden. Ein gezielter Schnitt könnte ganze Länder vom Internet trennen.

  • S
    Skeptikerin

    Wieso wird immer China verdächtigt? Die USA und Russland haben ähnliche capabilities – aber da schweigt die Berichterstattung oft.

  • N
    NetzWacht

    Die Abhängigkeit von wenigen Reparaturschiffen ist ein massives risk . Ein paar gezielte Sabotageakte, und der globale Datenverkehr stünde still.

  • T
    TaiwanFan

    Für Taiwan wäre ein längerer Ausfall der Seekabel existenziell. Die Insel hängt komplett an diesen connections – und China weiß das genau.

  • E
    EuroBlick

    Endlich investiert die EU in Sicherheit – aber 347 Millionen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein bei einer globalen Infrastruktur von 1,7 Millionen Kilometern.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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