Forschungsgelder für Hochschulen: Abschottung mit Unikennzeichen
Wenn an der Universität geforscht wird, denkt man selten an Grenzkontrollen oder Rüstungskonzerne. Doch laut einer neuen study sind europäische Hochschulen zunehmend Teil eines Systems, das Migration technisch eindämmen soll. Über 200 Universitäten beteiligten sich an 110 Projekten zur border control , gefördert mit mehr als 100 Millionen Euro aus EU-Töpfen. Die Technologien reichen von Herzschlagsensoren bis zu KI-Systemen, die future movements vorhersagen sollen.
Ein prominentes Beispiel ist ClanTect, ein Unternehmen mit Sitz am Institut für Schall- und Vibrationsforschung der Universität Southampton. Es entwickelt detection systems für versteckte Menschen – Technik, die Frontex bereits für rund 400.000 Euro erwarb. ClanTect ist kein klassischer Privatanbieter, sondern ein Spin-off der Hochschule, das gemeinsam mit BAE Systems, einem der weltweit größten Rüstungskonzerne, aufgebaut wurde. Diese close ties zwischen Wissenschaft, Militärindustrie und Grenzbehörden wirft ethische Fragen auf.
Besonders kritisch ist das Projekt Infomigtrain der Nova-Universität in Lissabon. Mit 700.000 Euro EU-Förderung untersuchte es, wie man gambische Jugendliche am effektivsten von einer Flucht nach Europa dissuades kann. Dazu wurden Daten über potenzielle Migranten gesammelt – ohne dass die Probanden wussten, dass sie Teil eines Experiments waren. Die informierte Einwilligung fehlte, und die wahren Ziele wurden verschleiert. Kritiker sehen darin einen schwerwiegenden Verstoß gegen Forschungsethik.
Mark Akkerman vom Transnational Institute betont: Hochschulen seien nicht mehr nur Dienstleister, sondern versuchen, selbst key players in der Sicherheitsindustrie zu werden – trotz der menschenrechtlichen implications . Viele Ethikprüfungen seien nur formale Abhakverfahren, die gesellschaftliche Folgen ausblendeten. Die Forschung trage dazu bei, repressive Migrationspolitik wissenschaftlich zu legitimieren. Die Frage bleibt: Sollte public funding für Technologien eingesetzt werden, die Menschen an der Flucht hindern – möglicherweise auf Kosten ihrer Würde?
Dass Unis mit Rüstungskonzernen kooperieren, wusste ich, aber dass sie direkt spin-offs Ausgründungen für Grenzkontrollen betreiben, ist ein anderes Level.
Die Studie nennt es ein Grenzregime – und das trifft es genau. Die Hochschulen liefern die wissenschaftliche legitimacy Legitimation für Politik, die wir kaum noch hinterfragen.
Wissenschaft darf nicht neutral sein, wenn sie human rights Menschenrechte verletzt. Öffentliches Geld für solche Projekte ist ein ethischer Bruch.
Die Idee, Jugendliche mit Videos abzuschrecken, klingt fast absurd – bis man liest, dass es real experiments reale Experimente waren, ohne Aufklärung. Wo bleibt die ethics board Ethikkommission?
Man könnte argumentieren, dass Technik neutral ist. Aber wenn sie gezielt zur migration control Migrationskontrolle eingesetzt wird, ist die intention Absicht klar.
Interessant, wie public funds öffentliche Mittel in private security markets Sicherheitsmärkte fließen. Wer profitiert am Ende? Nicht die Forschenden.
„Ein Herzschlag – und wir finden Dich“ – dieser marketing language Werbeton ist gruselig. Klingt nach Überwachung aus einem Sci-Fi-Film.
Die Forschung an predictive systems Prognosesystemen ist technisch faszinierend, aber die social impact gesellschaftlichen Folgen werden komplett ignoriert. Das ist forscherische Verantwortungslosigkeit.