Nach Vorwürfen zu Kinderpornografie und Deepfakes: Frankreich lädt Elon Musk zu Befragung vor

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Elon Musk zu einer voluntary questioning vorgeladen – ein seltener Schritt mit hohem political signal . Hintergrund sind Vorwürfe, dass seine Plattform X zur Verbreitung von kinderpornografischem Material und nicht einvernehmlichen, künstlich erzeugten sexuellen Inhalten beigetragen haben soll. Auch der KI-Chatbot Grok steht im Fokus: Er soll antisemitische Inhalte generiert und Deepfakes massenhaft verbreitet haben, die Minderjährige zeigen oder fälschlich darstellen.

Seit Januar 2025 laufen die Ermittlungen – zunächst wegen des Verdachts auf unauthorized use von Nutzerdaten für gezielte Werbung. Doch binnen 15 Monaten eskalierte der Fall. Die Staatsanwaltschaft wirft X mittlerweile vor, gezielt die Erkennung von Kindesmissbrauchsinhalten herunterzufahren – ein Rückgang um 80 Prozent sei kein Zufall, sondern ein deliberate move . Hinzu kommt der Vorwurf der Beihilfe zur Verbreitung illegaler Inhalte und der absichtlichen Verzögerung von Schutzmaßnahmen.

Besonders brisant: Die Behörden prüfen, ob Musk den algorithm seiner Plattform manipuliert hat – eine Handlung, die unter den seltenen Paragraphen „Gefälschte Betrieb eines Informationssystems“ fällt. Dieser Tatbestand aus dem Jahr 1988 wurde bislang nie angewandt. Juristische Meinungen dazu sind geteilt, doch zwei Urteile des Kassationsgerichtshofs könnten die legal basis stützen. Sollte Musk nicht erscheinen, droht ein förmliches Verfahren – bis hin zu einem internationalen Haftbefehl.

Der Fall orientiert sich offenbar am Vorgehen gegen Pavel Durov, den Gründer von Telegram, der nach anfänglichem Widerstand doch kooperierte. Symbolisch kündigte die Staatsanwaltschaft an, ihren official account auf X zu schließen. Aus Washington kommt Unterstützung für Musk: Das US-Justizministerium stuft die Untersuchung als verfassungswidrig ein, und ein Vertreter des State Departments nannte die zuständige Richterin eine „aktivistische Staatsanwältin“. Die international tension ist spürbar – und die Aufmerksamkeit weltweit.

Reaktionen 8

  • M
    MarcB

    Ein voluntary questioning , aber mit Androhung eines Haftbefehls? Klingt eher nach Zwang.

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    Tina_L

    Wenn der Algorithmus manipuliert wurde, um Inhalte zu fördern, dann ist das kein technisches Detail – das ist direct responsibility .

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    KaiS

    Frankreich zeigt hier klare legal stance , aber die US-Reaktion ist absehbar. Wer regelt eigentlich die globale Plattformmacht?

  • N
    NinaW

    Die Schließung des Accounts ist ein starkes symbolic act . Aber reicht das gegen ein Imperium wie X?

  • J
    JonasM

    80 Prozent weniger Meldungen? Das ist kein Zufall, sondern ein clear pattern – und ein Versagen der Moderation.

  • E
    ElaP

    Warum erst nach 15 Monaten so weit? Warum nicht früher eingegriffen, als die ersten Hinweise da waren? public trust schwindet.

  • D
    DennisR

    Der Paragraph aus dem Jahr 1988? Das ist wie ein digitales Juristen-Antiquariat. Passt das heute noch?

  • S
    SvenH

    Musk nennt es einen political attack , aber was ist mit den Betroffenen? Kinderpornografie ist kein Meinungskampf.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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