Merz fordert Freihandelszone mit Afrikanischer Union
Beim Treffen mit AU-Präsident Mahmoud Ali Youssouf im Berliner Kanzleramt hat Bundeskanzler Friedrich Merz ein starkes signal für eine engere wirtschaftliche Partnerschaft mit Afrika gesandt. Er plädierte für ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union. „Als Europäische Union sind wir der wichtigste Handelspartner und Investor in Afrika“, betonte Merz, „doch um more zu erreichen, braucht es auch eine afrikanische Freihandelszone.“
Afrika sei ein emerging market mit Wachstumsraten von bis zu acht Prozent – ein Potenzial, das Europa nicht verpassen dürfe. Deutschland habe sich bereits erfolgreich für die Aufnahme der AU in die G20 eingesetzt, sagte Merz. Besonders im Bereich solar energy sieht er große Chancen: Der Kontinent verfüge über 60 Prozent des globalen Solarpotenzials, und die EU fördere diesen Ausbau mit über 500 Millionen Euro, um afrikanische Länder less dependent von externen Energiepreisen zu machen.
Neben wirtschaftlichen Themen sprach Merz auch geopolitische challenges an. Er warnte vor der „größten humanitären Krise der Gegenwart“ im Sudan, wo über 20 Millionen Menschen unter Hunger leiden. Die Bundesregierung unterstütze internationale Bemühungen um einen ceasefire , doch ohne ausreichende public attention und Hilfsgelder bleibe das Leid vieler unsichtbar. AU-Präsident Youssouf mahnte: Der Sudan dürfe nicht seinem Schicksal überlassen werden.
Merz ging zudem auf die Reform des UN-Sicherheitsrats ein und sprach sich für zwei ständige Sitze für afrikanische Staaten aus. Mit 54 Stimmen in der UN-Vollversammlung sei die afrikanische Stimme entscheidend – auch für Deutschlands Kandidatur um einen nichtständigen Sitz. Die Zusammenarbeit sei nicht nur eine Frage des Handels, sondern auch der global responsibility und eines gerechteren Machtgefüges in der Welt.
Ein Freihandelsabkommen klingt gut, aber wer profitiert wirklich? Die Konzerne oder die Menschen vor Ort?
Interessant, dass Merz jetzt global responsibility globale Verantwortung betont – nach Jahren der Zurückhaltung.
Der Sudan wird immer noch kaum in den Nachrichten erwähnt. Diese humanitarian crisis humanitäre Krise ist dramatisch und braucht mehr Aufmerksamkeit.
Solarenergie als Chance – ja, aber nur wenn Afrika die Kontrolle über seine Ressourcen behält. Keine neuen economic dependence ökonomischen Abhängigkeiten unter neuem Namen.
Endlich jemand, der sieht, dass Afrika nicht nur ein Kontinent der Probleme, sondern auch der opportunities Chancen ist.
Wie realistisch ist ein solches Abkommen angesichts der unterschiedlichen economic standards Wirtschaftsstandards? Das wird kein leichter Prozess.