Schafhirt entdeckt Dino-Koloss in Patagonien
Ein Schafhirt in Patagonien hat zufällig einen sensational discovery gemacht: Die Überreste eines bislang unbekannten Riesendinos, der vor rund 155 Millionen Jahren durch die weiten Ebenen des damaligen Südkontinents Gondwana zog. Dionide Mesa entdeckte die Knochen auf seiner Farm in der argentinischen Provinz Chubut – eine Region, die sich längst als rich source für prähistorische Überbleibsel erwiesen hat. Nun wurde der Fund offiziell beschrieben: Der Langhalssaurier Bicharracosaurus dionidei könnte bis zu 20 Meter lang gewesen sein und stellt für Forscher eine wichtige missing link in der Evolutionsgeschichte der Sauropoden dar.
Ein deutsch-argentinisches Forschungsteam barg Teile der Wirbelsäule mit über 30 Hals-, Rücken- und Schwanzwirbeln, Rippen und ein Beckenfragment. Die bone structure deutet auf ein ausgewachsenes Tier hin. Wie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) mitteilen, wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "PeerJ" veröffentlicht. Besonders spannend: Die stammesgeschichtliche analysis des Skeletts legt nahe, dass Bicharracosaurus dionidei mit den Brachiosauriden verwandt war – das wären die ersten Vertreter dieser Gruppe aus dem Jura Südamerikas.
Bisher beruhte das Wissen über die Sauropoden dieser Zeit fast ausschließlich auf Funden aus Nordamerika und Tansania. Studienleiter Oliver Rauhut betont, dass der Fund aus Chubut nun ein wichtiges Vergleichsmaterial liefert, um die Entwicklung dieser Riesenechsen auf der Südhalbkugel besser zu verstehen. Der Dino wurde zu Ehren des Entdeckers benannt – der Gattungsname leitet sich vom spanischen Wort "bicharraco" für großes Tier ab. Damit rückt auch die local knowledge in den wissenschaftlichen Fokus.
Das Fossil wird im Museo Paleontológico Egidio Feruglio in Trelew aufbewahrt und weiter präpariert. Experten hoffen, dass sich aus den Überresten noch mehr über die alten Ökosysteme und Wanderbewegungen der Dinosaurier ableiten lässt. Die Entdeckung zeigt erneut, wie wichtig Feldarbeit und der Kontakt zu local communities für die Paläontologie sind – manchmal ist es nicht der Forscher im Labor, sondern der Schafhirt auf seiner Weide, der den ersten entscheidenden Hinweis liefert.
20 Meter lang und trotzdem erst jetzt entdeckt? Das zeigt, wie viel noch unerforscht ist. ancient world Alte Welt war echt krass.
Endlich mal jemandem aus dem ländlichen Raum echte scientific recognition wissenschaftliche Anerkennung – gut gemacht, Dionide Mesa!
Die Anzahl der Wirbel ist beeindruckend. Bei über 30 Halswirbeln muss der Hals allein über 8 Meter gehabt haben.
Brachiosauriden in Südamerika? Das könnte die ganze evolutionary timeline Entwicklungschronologie neu ordnen.
Spannend, dass das Tier nach einem Schafhirten benannt wurde. honorary naming Ehrenbezeichnung mal anders.
Warum gibt es so wenige Funde aus dem südlichen Gondwana? Vielleicht geologische Voreingenommenheit statt biologischer?
Wenn das schon ein Langhalssaurier ist, wie groß war dann erst das full reconstruction komplette Rekonstruktionsmodell?