EU genehmigt Subvention: So soll der neue Industriestrompreis funktionieren

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für Deutschlands geplante Subvention des Industriestrompreises gegeben. Damit können ab sofort rund 9.500 Unternehmen staatliche Zuschüsse beantragen, die besonders viel Strom verbrauchen und in starkem internationalen competition stehen. Branchen wie Chemie, Zement, Glas oder Halbleiterfertigung profitieren am stärksten – doch auch kleinere Betriebe kommen in den Genuss der financial support .

Der neue price model sieht vor: Liegt der Börsenstrompreis bei 8 Cent pro Kilowattstunde, zahlt der Bund 3 Cent dazu. Dadurch sinken die Stromkosten für betroffene Firmen deutlich – einige sparen jährlich mehrere Millionen Euro. Das Programm läuft drei Jahre und belastet den Bundeshaushalt mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro. Finanziert wird es aus dem Klima- und Transformationsfonds, der unter anderem durch Einnahmen aus dem emissions trading gespeist wird.

Doch die Begünstigten müssen eine Bedingung erfüllen: Die Hälfte der savings muss in den Umstieg auf erneuerbare Energien oder in Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs fließen. Diese Auflage soll sicherstellen, dass die Subvention nicht nur kurzfristige relief bringt, sondern auch den klimaneutralen transition fördert. Ohne diesen Nachweis wäre die Maßnahme vermutlich nicht kompatibel mit den Klimazielen der EU.

Kritik gibt es dennoch: Der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) bemängelte bereits, dass internationale Vergleiche der electricity prices methodisch unsicher seien – die Argumentation für die Subvention stehe auf wackeliger Grundlage. Auch fehle langfristige planning security . Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung plädiert daher für Klimaschutzverträge als präziseres Instrument. Dennoch begrüßen Gewerkschaften und Verbände wie der Stahlverband die Einigung – wenn auch mit der Forderung, den Zuschuss noch higher zu setzen.

Reaktionen 6

  • K
    KarlM

    Endlich mal eine practical step , die Unternehmen wirklich entlastet – aber warum nicht auch für mittlere Betriebe ohne Milliardenumsatz?

  • E
    Eva_L

    Der Staat zahlt, die Industrie spart – und die Privathaushalte zahlen weiter die höchsten electricity rates . Wo bleibt die Fairness?

  • N
    NilsT

    Dass der BDEW jetzt schweigt, nachdem er den market intervention früher kritisiert hat, sagt alles über seine real priorities aus.

  • F
    Frida22

    Drei Jahre sind zu kurz. Für echte industrial transformation braucht es langfristige commitment – nicht nur Aktionismus.

  • J
    JanH

    Warum kein direkter Ausbau von renewable capacity statt Subventionen? Das wäre nachhaltiger.

  • M
    MareikeK

    Wenn die Hälfte der Einsparnisse wirklich in den energy transition fließt, könnte das ein kleiner step forward sein – aber die Kontrolle muss stimmen.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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