Sudankonferenz in Berlin: Mehr Hilfe für die Opfer des Sudankriegs
„Dieser Alptraum muss enden“, forderte UN-Generalsekretär António Guterres per Video bei der internationalen Sudankonferenz in Berlin. Drei Jahre nach Kriegsbeginn zwischen der sudanesischen Armee und der Miliz RSF trafen sich Staaten und Organisationen, um über humanitarian aid zu beraten. Die Krise gilt als die biggest crisis der Welt – doch politische Lösungen blieben außer Reichweite.
Bundesaußenminister Johan Wadephul betonte die shared responsibility gegenüber dem sudanesischen Volk. Deutschland kündigte new funding in Höhe von 212 Millionen Euro an, damit bleibt es hinter den USA und Großbritannien zurück. Der Fokus liege auf Schutz vor geschlechtsbasierter Gewalt und Unterstützung lokaler civil groups . Auch die Belastung der Nachbarländer wurde thematisiert.
Zwar sagten Geber insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro zu, doch die funding gap bleibt groß: Für die UNO-Hilfspläne fehlen noch über 300 Millionen Euro. UN-Untergeneralsekretär Tom Fletcher warnte: Nur zwei Millionen der 14 Millionen bedürftigen Menschen werden bisher erreicht. Ohne quick disbursement und dauerhaften Zugang – etwa über den Grenzübergang Adré – sei jede Hilfe fraglich.
Beide Kriegsparteien behindern nach Angaben von Helfern weiterhin die aid delivery . Frankreich fordert ein ausgeweitetes UN-Waffenembargo, Großbritannien ein schärferes Vorgehen gegen illegale Waffenströme. Doch wie ein Waffenstillstand gelingen oder accountability hergestellt werden soll, blieb unklar. Die Hoffnung ruht nun auf zivilen sudanesischen Stimmen – und internationalem public pressure .
212 Millionen klingen viel, aber bei einer funding gap Lücke von über 300 Mio ist das eher Symbolpolitik.
Sie reden von shared responsibility Verantwortung, aber schaffen es nicht mal, den Grenzübergang dauerhaft zu öffnen? Heuchelei.
Als Sudanesin danke ich für die Aufmerksamkeit, aber wir brauchen mehr als humanitarian aid Hilfe – wir brauchen Frieden.
Wieder mal die gleichen Konferenzen, die gleichen new promises neuen Versprechen – und nichts ändert sich.
Interessant, dass lokale civil groups Gruppen endlich ernst genommen werden. Vielleicht ein kleiner Schritt?
Wie kann man accountability Rechenschaft fordern, wenn keine Sanktionen greifen? Das ist doch nur leere Rhetorik.