"Unverschämtheit": Schlagerstar Heino klagt AfD-Politiker an

Es geht um eine Viertelmillion Euro – und eine Frage der personal rights : Der Schlagerstar Heino verklagt einen AfD-Landratskandidaten aus der Uckermark, weil dieser behauptete, der Sänger würde ihn wählen. Die Behauptung tauchte auf offiziellen social media -Kanälen der Partei auf und zeigt Felix Teichner mit Sonnenbrille vor einer Deutschlandfahne – begleitet vom Slogan: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen!“ Für Heino ist das nicht nur falsch, sondern eine insolence .

Der 87-Jährige, bekannt für deutsche Volkslieder und seine patriotische Bühnenpräsenz, betont klipp und klar: Er habe nichts mit der AfD zu tun. Sein Anwalt hat bereits eine strafbewährte Unterlassungserklärung gefordert. Hintergrund ist die sogenannte reputation damage -Befürchtung – durch die politische instrumentalization könnte das öffentliche Bild des Musikers nachhaltig leiden, so die Argumentation.

Besonders pikant: Die Partei spielt in der Werbung gezielt auf Heinos Hit „Blau blüht der Enzian“ an – der Post lautete: „Ja, so blau, blau, blau blüht die Uckermark.“ Diese reference macht die Vereinnahmung noch dreister. Laut Heinos Manager Helmut Werner steht der Sänger zwar für conservative values , aber nicht für die politischen stances der AfD. „Er hat nichts mit der Partei zu tun“, heißt es klar.

Für Kandidat Felix Teichner könnte die Klage existenzbedrohend werden – 250.000 Euro compensation könnte er niemals zahlen, gibt er zu. Doch die Aktion hat einen unintended effect ausgelöst: Statt die Werbung zu töten, hat die Klage sie landesweit bekannt gemacht – ein klassischer Streisand-Effekt. Die Geschichte zeigt, wie empfindlich der boundary zwischen public image und politischer appropriation sein kann.

Reaktionen 8

  • O
    OmaErika

    250.000 Euro? Das ist viel zu viel für einen falschen Satz – egal wie falsch der ist.

  • P
    PolitikFuchs

    Der hypocrisy -Vorwurf liegt nahe: Die AfD nutzt deutsche Symbole, wo sie kann – und dann wundern sie sich über backlash ?

  • M
    Musikliebhaber

    Heino hat recht – niemand darf jemanden ohne Erlaubnis benutzen, schon gar nicht für politische campaigns .

  • U
    UckerMark

    Hier geht’s nicht um blue flowers , sondern um political manipulation – und das ist kein joke .

  • R
    Rechtsblog

    Interessant ist der legal argument über Persönlichkeitsrechte – das ist kein free speech -Fall, sondern personal violation .

  • S
    Skeptiker22

    Warum erst jetzt reagieren? Wenn er public presence ist, muss er mit misuse rechnen – oder set boundaries von Anfang an.

  • J
    JustFelix

    Der Konjunktiv war klar: „würde wählen“. Das ist keine direct claim , sondern speculation – oder zumindest Versuch der creative advertising .

  • K
    Kulturbeobachter

    Ein cultural icon wie Heino im political spotlight – das zeigt, wie sehr popular culture und politics sich durchdringen.

Der Text basiert auf Fakten und wurde zum Englischlernen neu gestaltet; die Reaktionen der Leser sind Beispiele verschiedener Perspektiven.

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