Reservistenverband wählt neuen Präsidenten: Bastian Ernst übernimmt Führung
Beim Reservistenverband hat sich eine clear change vollzogen: Bei der gestrigen Bundesdelegiertenversammlung wurde new president gewählt. Es ist MdB Bastian Ernst (CDU), der neben seiner Arbeit im Verteidigungsausschuss – dort als Berichterstatter für die Marine – auch selbst Hauptgefreiter der Reserve ist. Er tritt die Nachfolge von Oberst d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg an, der nach sieben Jahren und zwei Amtszeiten nicht erneut kandidierte. Damit endet eine Ära, und eine neue beginnt – eine, die geprägt sein wird von der public debate über Wehrpflicht und die Neuorganisation des Heimatschutzes.
Ernst machte bei seiner Vorstellung klar, dass er personal responsibility übernehmen will. „Ich möchte Vorbild sein für andere junge Leute, die sich jetzt mit der Wehrdienst-Thematik beschäftigen. Das, was für mich selbstverständlich war, diesem Land zu dienen, ist für die neue Generation nicht mehr selbstverständlich“, betonte er. Er sieht die Aussetzung der Wehrpflicht als tiefen political mistake , den es nun zu korrigieren gelte. Der Schaden sitze vor allem in den Köpfen – und nur dort lasse sich auch public trust in die Landesverteidigung wiederherstellen.
Die aktuelle Neuausrichtung der Bundeswehr – weg vom Auslandseinsatz hin zur Landes- und Bündnisverteidigung – stellt hohe Anforderungen an die reserve forces . Diese sollen künftig eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der aktiven Truppen spielen, insbesondere bei der Absicherung der sogenannten Drehscheibe Deutschland. Der Reservistenverband, als Interessenvertreter aller Reservisten, bekommt dadurch eine noch wichtigere political role – und Ernst will sie aktiv gestalten.
Mit ihm an der Spitze entsteht ein neues Führungsduo – oder besser: Trio. Neben Ernst wurden als Stellvertreter MdB Esra Limbacher (SPD) und MdB Ralph Edelhäußer (CSU) gewählt, beide ebenfalls Reservisten. Damit setzt der Verband erstmals seit fünf Jahren vollständig auf Bundestagsabgeordnete an der top level . Limbacher dankte für das Vertrauen und sprach von gemeinsamen Zielen für die Heimat. Edelhäußer betonte den Zusammenhalt: „Ich glaube, man hat gemerkt, dass wir das gemeinsam wuppen wollen.“ Ein klares signal – auch nach außen.
Ein strong signal starkes Signal, dass jetzt drei Abgeordnete führen. Aber bringt das mehr public support öffentliche Unterstützung?
Ernst hat recht: Der Vertrauensverlust in die Wehrpflicht ist ein echtes Problem. Aber wird ein neuer Präsident das ändern?
Interessant, dass die political pressure politische Debatte jetzt auch in der Reserve spürbar ist. Hoffentlich bleibt es nicht bei Symbolik.
Endlich jemand, der selber gedient hat. Das gibt real credibility echte Glaubwürdigkeit.
Die new era neue Ära klingt gut – aber was bedeutet das konkret für die Ausbildung und Ausrüstung der Reservisten?
Wenn sie wirklich common goal ein gemeinsames Ziel verfolgen, könnte das funktionieren. Mal abwarten, wie die ersten policy decisions politischen Entscheidungen aussehen.