Schwerin atmet auf: AfD verpasst knapp die Stichwahl

In Schwerin atmet man auf: Die AfD hat es nicht in die final round um das Amt des Oberbürgermeisters geschafft. Die Kandidatin Petra Federau landete mit 26,3 Prozent knapp hinter der SPD-Landtagsabgeordneten Mandy Pfeifer (27,9 Prozent) auf third place . Damit treffen am 26. April der CDU-Kandidat Sebastian Ehlers, der 34,2 Prozent erreichte, und Pfeifer, die auch von der Linken unterstützt wird, aufeinander. Die public trust zeigen deutliche Erleichterung – besonders bei Parteispitzen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) begrüßte das Ergebnis auf Instagram: „Schwerin hat sich gegen die AfD entschieden.“ In ihrem Aufruf zur second round nannte sie Pfeifer die „kompetenteste, erfahrenste und ehrlichste Bewerberin“. Die CDU dagegen feiert den Ausgang als Signal für einen political change an der Stadtspitze. Parteichef Daniel Peters betonte, das Ergebnis zeige, dass die CDU in Großstädten „erfolgreich sein kann“ – und kündigte an, vor der zweiten Runde noch einmal deutlich nachzulegen.

In Wismar hingegen zieht die AfD in die Stichwahl ein: Dort erreichte die Kandidatin Manuela Medrow 20,9 Prozent und tritt gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Junge (42,1 Prozent) an. AfD-Landeschef Leif-Erik Holm sprach von „Ergebnissen mit Schatten und Licht“. Während der Einzug in Wismar „sehr erfreulich“ sei, räumte er ein: In größeren Städten sei der Weg schwerer. Die Chancen von Medrow gelten als low , doch die Aufmerksamkeit bleibt hoch.

In Anklam und Ueckermünde gab es andere Dynamiken. In Anklam gewann Amtsinhaber Michael Galander klar mit 72,1 Prozent gegen einen AfD-Herausforderer. In Ueckermünde kommt es ebenfalls zur Stichwahl – aber zwischen zwei Einzelbewerbern ohne Parteibuch. Zwischenfälle vor der Wahl, darunter vandalism und ein Steinwurf gegen ein Polizeiauto, zeigen, dass die political tension in der Region spürbar war. Die Wahlbeteiligung in Schwerin lag bei 59,8 Prozent – ein clear signal , auch wenn das Rennen knapp war.

Kommentare 6

  • T
    Thilo87

    Dass die AfD so knapp an der Stichwahl vorbeischrammt, ist schon ein warning signal für alle demokratischen Kräfte. Das darf man nicht einfach weglächeln.

  • C
    Caro_in_SH

    Natürlich freue ich mich, dass Schwerin die AfD abgewählt hat – aber 26,3 Prozent sind immer noch viel public support für eine Partei mit solchen Positionen.

  • K
    Klaas

    Warum wird ständig nur über Schwerin geredet? In Ueckermünde gibt’s eine spannende Wahl zwischen Unabhängigen – ohne Parteienmaschinerie. Das ist echte local democracy .

  • M
    Maren22

    Die vandalism vor der Wahl zeigen, wie aufgeheizt die Stimmung war. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf den Wahlprozess.

  • D
    Dörte_L

    Schwesig ruft zur Wahl von Pfeifer auf – logisch. Aber warum betont sie nicht auch die Notwendigkeit einer hohen Beteiligung? In der final round könnte jede Stimme zählen.

  • J
    Jörg_P

    Interessant, wie unterschiedlich die AfD in kleinen vs. größeren Städten abschneidet. In Anklam klar verloren, in Wismar in der Stichwahl – ein mixed picture .