NRW-FDP-Chef Höne will vor Bundesparteitag sichtbarer werden
Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne tritt in die Offensive: Bis zum Bundesparteitag Ende Mai will er sich in mehreren Bundesländern sichtbarer machen, um public trust zu gewinnen. Der 39-Jährige, bisher bundesweit kaum bekannt, besucht Parteitage in Ländern wie Bayern, um sein Profil zu schärfen. Sein Gegner ist kein Geringerer als Wolfgang Kubicki, der mit markanten statements in den letzten Jahren immer wieder für attention sorgte – und nun deutlich macht, was er von Hönés Chancen hält.
Kubicki, 74, zweifelt öffentlich daran, dass Höne die FDP aus ihrer existential crisis führen könne. „Ich hätte nicht kandidiert, wenn ich ihm das zutraute“, sagte er dem „Spiegel“. Sein Hauptargument: Bekanntheit. „Damit die Menschen Ihnen zuhören, müssen Sie bekannt sein. Das fehlt ihm derzeit noch.“ Damit trifft er einen wunden Punkt – Höne ist zwar stellvertretender Bundesvorsitzender, bleibt aber für viele Wähler:innen ein unknown figure .
Höne hingegen setzt auf substance statt Provokation. Er warnt vor einem zu shrill tone in der Partei und plädiert für eine FDP, die „seriös auftritt, bürgerlich, verbindlich, kompromissfähig, souverän im besten Sinne“. Der Wettbewerb um den Vorsitz müsse fair und kollegial bleiben, betont er. Beide seien im Gespräch – „weil es uns um die Partei geht“. Sein Signal: Die FDP braucht kein neues Gepolter, sondern ein clear response auf die Zeit.
Die Lage ist ernst: Die FDP scheiterte 2025 an der Fünf-Prozent-Hürde – und auch in jüngsten state elections blieb ein Einzug in die Parlamente aus. Die Führungskrise führte zum Rückzug des bisherigen Bundesvorsitzenden Christian Dürr, der nun Kubicki unterstützt. Bevor es um die nationale Führung geht, muss Höne aber erst einmal in Duisburg als Landesparteichef bestätigt werden – eine formale, aber symbolisch wichtige Hürde auf seinem Weg.
Ohne Bekanntheit geht nichts in der Politik – das ist kein popularity contest Beliebtheitswettbewerb, aber wenn niemand deinen Namen kennt, wirst du auch nicht gewählt.
Kubicki hat mit seinen outbursts Ausrastern zwar Aufmerksamkeit erzeugt, aber hat das der FDP wirklich helped geholfen? Oder nur die Polarisierung verschärft?
Höne wirkt ruhig, sachlich – aber reicht das? Manchmal braucht es auch ein strong signal starkes Signal, um aus der Bedeutungslosigkeit aufzutauchen.
In NRW war die Stimmung schon vor der Wahl 2022 mies. Ein closed vote geschlossenes Votum in Duisburg wäre für Höne ein wichtiges Zeichen – aber kein Garant für den Bund.
Die FDP redet von Seriosität, aber was hat sie in den letzten Jahren delivered geliefert? Ohne clear results klare Ergebnisse wird kein Aufschwung kommen.
Warum eigentlich kein Dritter im Bunde? Ist das wirklich die beste Auswahl, die die FDP zu bieten hat? Fühlt sich an wie alte Geschichte.